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Shiku

Muh, das Telefonbuch

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Ball der Versuchung (Haus der Vampire, #4) - Rachel Caine, Sonja Häußler Ruhe im Glass House? Ein Ding der Unmöglichkeit. Ausgerechnet Claires Eltern sind nun nach Morganville gezogen und wollen ihre Tochter wieder bei sich haben, was dieser überhaupt nicht schmeckt. Allerdings war es Bishop, der ihnen diesen Floh ins Ohr gesetzt hat – Amelies Vater, bei dem niemand wirklich begeistert ist, dass er mal vorbeischaut. Im Gegenteil: Parteien, die sich sonst im Stillen bekämpften, arbeiten auf einmal zusammen!
Dann steht ihm zu Ehren ein Ball an, der nichts Gutes verspricht. Dabei ist es doch auch so schon schwer genug: die Vampirin Ysandre, die Shane zu verführen versucht, wie immer macht Monica Ärger und auch Myrnin wechselt ständig in seiner Rolle als Lehrer und potentieller Mörder von Claire.
Ärger ist im Anzug. Aber diesmal so richtig.

Was soll ich groß sagen? „Ball der Vampire“ ist wie seine Vorgänger: witzig, spannend, einfach geschrieben und beinhaltet natürlich den obligatorischen Cliffhanger am Ende. Kurzum, es ist wieder mal ein gutes, schnell gelesenes Buch, das genossen werden kann.
Rachel Caine baut genügend „Kichermomente“ ein, genauso wie das eine oder andere kleine Detail, das so bisher noch nicht aufgetaucht ist und gut und gerne das Potential für weiteren Ärger birgt.
Die Charaktere sind dabei wie immer sich selbst treu, ohne flach zu wirken und fühlen sich mittlerweile wie Freunde an, mit denen mitgelitten und mitgelacht wird. Andere wiederum könnte die Autorin ruhig in einer brennenden Grube versenken, ganz einfach weil sie den Vieren an den Kragen wollen.
So weit, so gut – so ist es immer und so ist es noch längst nicht langweilig.

In einem Punkt unterscheidet sich „Ball der Vampire“ aber von den anderen Büchern: Am Ende wird es richtig ernst. Die Charaktere waren schon oft in brenzligen Situationen, aber so übel wie hier sah es wirklich noch nie aus. Dabei betrifft es nicht mal nur die Freunde, sondern alle Menschen Morganvilles und genauso die Vampire. Hier legt die Autorin nochmal richtig den Turbogang ein und erzeugt gleichzeitig ein ziemlich apokalyptisches Szenario, das auf wenig hoffen und vieles befürchten lässt.
Hierbei zeigt sich auch ein ganz besonders interessantes Detail: Menschen und Vampire können tatsächlich gleichberechtigt miteinander arbeiten, wenn sie müssen und vielleicht auch nur wollen. Von Gleichberechtigung konnte man zuvor ja nun wirklich reden – nun, hier haben wir sie. Und so fürchterlich die Situation auch für die Bewohner Morganvilles ist: Verdammt, das zu lesen, macht erst recht Spaß!

Neben Altbekanntem – und nach wie vor gut Funktionierendem – geht die Autorin in diesem Band also noch einmal richtig in die Vollen. Heraus kommt dabei mal wieder ein wunderbar unterhaltendes Buch, das mal eben in ein paar Stunden weggelesen werden kann – einwandfreie Lektüre also!