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Shiku

Muh, das Telefonbuch

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Der Nacht geweiht (Haus der Vampire, #5) - Rachel Caine, Sonja Häußler 3,5

Die Situation eskaliert, der Kamp zwischen Bishop und seiner Tochter Amelie steht bevor. Die Vampire müssen sich entscheiden, zu wem sie stehen, während die Menschen nur eines tun können: Sich möglichst in Sicherheit bringen und bangen. Unsere Freunde wären aber nicht sie selbst, wenn sie einfach die Hände in den Schoß legen würden und zu tun gibt es genügend; immerhin fangen die Vampire plötzlich an, mitten am Tag auf die Straße zu gehen - mitten ins Sonnenlicht. Es gilt rauszufinden, was da vor sich geht. Derweil braut sich ein Unwetter zusammen, das verheerende Schäden anrichten könnte: Menschenleben sind in Gefahr, mehr denn je!

Um es kurz zu sagen: "Der Nacht geweiht" fängt ziemlich bombastisch an. Wie immer knüpft die Autorin direkt dort an, wo der Vorgängerband aufhörte, was hier die gleiche apokalyptische Stimmung zur Folge hat, die mir schon zuvor gut gefallen hatte. Die Lage ist ernst, sehr ernst und das merkt man auch. Allerdings folgt darauf auch schon die größte Schwäche des Buches: Es fing klasse an, gewinnt aber dann nicht den Schub, den die Bände zuvor inne hatten.
Das hat den simplen Grund, dass die Geschichte nach wie vor aus Claires Sicht erzählt wird und diese ist nun einmal ein Mensch; ergo bleibt die Seite der Menschen mehr betrachtet. Diese können größtenteils aber nur abwarten. Es wäre wirklich sehr interessant gewesen, was bei dem Vampire so vor sich geht - denn da geschah ganz gewiss das meiste -, aber das hier leider nicht mit dabei.
Deswegen wird es noch lange nicht langweilig; ich war die ganze Zeit über gespannt, wie das Ergebnis wohl aussehen würde, zumal die Autorin auch wirklich das Schlimmste mit zugelassen hat. Keine Wunderrettung vor dem Sturm. Was kommen muss, kommt und hält so die Geschichte am Leben. Es war lediglich weniger rasant, was aber schon einiges vom Lesespaß ausmacht, leider.

Der außergewöhnlichen Situation geschuldet, benehmen sich auch die Charaktere ein wenig seltsam. Zwar mussten sie schon einiges durchmachen, aber das hier nimmt noch einmal ganz andere Dimensionen an. Ein Kampf der Vampire, das nahende Unwetter ... all das geht an die Nerven, was auch deutlich zu merken ist, spätestens wenn Michael, Eve und Claire an dieser einen gewissen Stelle vollkommen überreagieren, wofür ich ihnen gerne einen shaneschen Kinnhaken verpasst hätte.
Aber da Zusammenhalt gerade in solchen Zeiten wichtig ist, geht es auch im positiven Sinne weiter mit ihnen - vor allem mit Shane und Claire. Man darf freudig gespannt bleiben!

Ansonsten lässt sich wieder sagen: Angenehm erzählt, wunderbare (wenn auch hier teilweise die Nerven strapazierende) Charaktere, ein absolut bösartiges Ende; nur insgesamt eine etwas weniger mitreißende, wenn auch immer noch spannende Story!